Warenkorb

0 Artikel | 0,00 €

Navigation

05.02.2012: Studenten vor Gericht

RUB richtet Jessup Moot Court aus Vorentscheid für internationalen Wettbewerb. Juristischer Schlagabtausch unter Studenten: Auch in diesem Jahr wollen die Bochumer Nachwuchsjuristen wieder zeigen, dass sie international mithalten können. Als Vorjahressieger des nationalen Vorentscheids des Phillip C Jessup International Moot Court richten sie in diesem Jahr die deutsche Vorrunde des internationalen Wettbewerbs aus. Das ist der größte und älteste weltweit ausgetragene Studierenden-Wettbewerb im internationalen Recht. Bei einer simulierten Gerichtsverhandlung in Englisch übernehmen die Teilnehmer sowohl die Anklage wie auch die Verteidigung. Die zwei besten deutschen Teams treten im März in Washington, D.C. gegen die weltweite Konkurrenz an. Die öffentliche Veranstaltung an der Ruhr-Universität Bochum dauert vom 15. bis zum 18. Februar. Organisiert wird der deutsche Wettbewerb von der Bochumer Jura-Professorin Adelheid Puttler und ihrem Mitarbeiter Lars Kramm.

Fiktiver Fall mit aktuellem Bezug

Der Wettbewerb besteht aus einem schriftlichen und einen mündlichen Teil. Beide werden getrennt voneinander bewertet und prämiert. Im Zentrum des Vorentscheids stehen die mündlichen Präsentationen während der Verhandlungen. Nach dem Auftakt am Mittwochabend erhalten die 16 studentischen Teams ihre Wettbewerbsmappen und nutzen die Nacht zum Donnerstag, um an ihren Argumentationen zu feilen. "An Schlaf ist während der Zeit des Wettbewerbs nicht zu denken", so Lars Kramm. Eingeteilt in Zweiergruppen müssen sie abwechselnd auf Seite des Klägers oder auf Seite des Beklagten agieren. Alle Wettbewerbsteilnehmer bearbeiten den gleichen fiktiven Fall aus dem Bereich des Völkerrechts, der sich an aktuellen Geschehnissen orientiert.

Namhafte Juristen als Jury

Die Jury besteht aus Personen, die wissen, mit welchen Problemen die Teilnehmer zu kämpfen haben: Professoren, Richter und Praktiker (Anwälte etc.). Darunter findet man in diesem Jahr namhafte Persönlichkeiten wie beispielsweise die Richter Prof. Dr. Bruno Simma und Prof. Abdul G. Koroma (Internationaler Gerichtshof), Prof. Dr. Mark Villinger (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) und den Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Andreas Paulus. Pro Team dürfen sie maximal hundert Punkte verteilen. Zudem wissen sie nicht, welcher Universität die Studenten angehören, deren Leistung sie beurteilen. Das Finale findet Samstag um 16 Uhr im Sitzungssaal des Deutschen Bergbaumuseums statt. Am Abend folgt die Preisverleihung, bei der Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert als Gastredner auftritt.

500 Fakultäten aus über 80 Ländern

Der Ursprung des Wettkampfes geht auf Studenten der amerikanischen Universitäten Harvard, Columbia und Virginia zurück. Sie organisierten 1959 den ersten Jessup Moot Court. Seitdem findet der Wettbewerb jährlich statt. Lars Kramm erläutert: "Durch die Teilnahme an Wettbewerben wie dem Jessup Moot Court werden wichtige Praxiselemente in das Studium eingebunden. Die juristische Fakultät spiegelt somit die moderne und internationale Ausrichtung der RUB wider". Veranstalter ist die "International Law Students Association" (ILSA). In diesem Jahr treten 1600 Studierende von über 500 verschiedenen Universitäten aus mehr als 80 Ländern gegeneinander an.

http://www.jessupmootcourt.de
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ls-puttler/mootcourt_index.html
http://www.ilsa.org/jessuphome

Quelle: Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum