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    Roßmeißl, Esther: Märtyrerstilisierung in der Literatur des Dritten Reiches / Esther Roßmeißl

Taunusstein : Driesen, 2000, (Driesen Edition Wissenschaft). - 104 S.; 19 cm. Zugl.: Frankfurt (Main), Universität, Magisterarbeit, 1998. ISBN 3-9807344-1-2 kart., EUR 14,00
Im Gegensatz zur Exilliteratur ist die Literatur des Nationalsozialismus heute fast völlig unbekannt. Die Germanistik begründet ihre Vernachlässigung dieser Epoche der Literaturgeschichte zumeist damit, dass die Literatur der NS-Zeit keine echte Literatur gewesen sei. Sie sei nicht frei gewesen, sondern habe im Dienst politischer Propaganda gestanden, sie sei inhuman, intellektuell anspruchslos, formal unzureichend, trivial und daher einer literaturwissenschaftlichen Untersuchung unwürdig.
Esther Roßmeißl beleuchtet nationalsozialistische Heldenmythen anhand Hanns Johsts Drama »Schlageter« und des Romans »Horst Wessel – Ein deutsches Schicksal« von Hanns Heinz Ewers. Die Autorin analysiert die Legendenbildung über die Protagonisten dieser Werke und setzt sie in Beziehung zu ihren historischen Vorlagen.
Die Autorin: Jahrgang 1965; Abitur; Ausbildung zur Sortimentsbuchhändlerin; Studium der Germanistik, Kulturanthropologie und Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; Magistra Artium. Esther Roßmeißl lebt und arbeitet als Lehrkraft in einem Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt für sozial benachteiligte Jugendliche in Wiesbaden.
Vorwort
Ich bedanke mich bei Herrn Professor Dr. Heiner Boehncke für die Betreuung meiner Magisterarbeit und bei Herrn Professor Dr. Gisbert Lepper für die Übernahme des Zweitgutachtens.
Mein Dank gilt ferner meinen Freundinnen und Freunden, die mich während der anstrengenden Zeit des Schreibens unterstützt haben.
Besonders bedanken möchte ich mich bei Geli, Andrea, Gabi und Katja, meiner Frauengruppe, die immer wieder geduldig meine Klagen über die Schreibtischsitzerei ertragen mußten. Geli und Elisabeth danke ich für das Aufspüren meiner Kommafehler.
Daß der Abschluß meines Studiums in absehbare Zukunft rücken konnte, verdanke ich nicht zuletzt meinen Eltern, die mich durch ein ‘Abschlußstipendium’ während der sechs Monate des Schreibens unterstützt haben, was es mir ermöglichte, weniger arbeiten gehen zu müssen, um mich mit mehr Zeit der Fertigstellung meiner Magisterarbeit widmen zu können.
Auch geht mein Dank an Uve, der einige inhaltliche Diskussionen mit mir führte, obwohl er selbst mit dem Schreiben seiner eigenen Magisterarbeit beschäftigt war. Ich wünsche ihm viel Erfolg.
Schließlich danke ich meiner Mitbewohnerin Anouschka und von ganzem Herzen Stefan, die meine Launen und Verrückheiten während der sechs Monate am meisten zu ertragen hatten.
Esther Roßmeißl
Aus dem Inhalt
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Forschungsstand
2. Die Entwicklung nationalsozialistischer Literatur vor und während der Herrschaft des Faschismus in Deutschland
2.1. Die konservative Revolution
2.1.1. Die nationalistischen Kriegsromane
2.1.2. Die Literatur im Nationalsozialismus
3. Nationalsozialistische Heldenmythen als Mittel der Propaganda während der ‘Kampfzeit’
3.1. Märtyrerstilisierung
3.1.1. Stilisierung durch Goebbels
4. Märtyrerstilisierung in der Literatur
4.1. Sprache
5. Die Märtyrerstilisierung Albert Leo Schlageters im Drama von Hanns Johst
6. Die Märtyrer-Stilisierung Horst Wessels im Roman von Hanns Heinz Ewers
7. Anhang
7.1. Schlageter. Die historische Figur im (literar)historischen Hintergrund
7.2. Horst Wessel. Die historische Figur
8. Zusammenfassung
Bibliographie
Index
1. Einleitung
[1]Im literarischen Bewußtsein der Gegenwart ist die Literatur des Nationalsozialismus so gut wie unbekannt. Die Germanistik begründet ihre weitgehende Außerachtlassung dieser Zeit in der Literaturgeschichte schlicht damit, die Literatur der NS-Zeit sei keine echte Literatur gewesen. Sie sei nicht frei gewesen, sondern habe im Dienst politischer Propaganda gestanden, sie sei inhuman, intellektuell anspruchslos, formal unzureichend, trivial und somit einer literaturwissenschaftlichen Untersuchung unwürdig. In fast sämtlichen, heute benutzten Literaturgeschichten wird die NS-Literatur nicht besprochen.[2]
Fast entsteht der Eindruck, in der Zeit zwischen 1933 und 1945 hätten nur Autorinnen und Autoren geschrieben, die gezwungen waren ins Exil zu gehen und deren Zugang den Leserinnen und Lesern in Deutschland verschlossen blieb. Und tatsächlich wurden ja auch mehr als tausend deutsche Autorinnen und Autoren in die Emigration getrieben, und Bücherverbrennung, Berufsverbote, Gleichschaltung, Mord und Folter in Konzentrationslagern sind die bekannten repressiven Maßnahmen, von der auch die Kunst nicht verschont blieb.
Wie Bertolt Brecht feststellte, konnte alles „was Anspruch erheben will, Literatur genannt zu werden, ausschließlich im Ausland gedruckt und fast ausschließlich nur im Ausland gelesen werden“.[3] Übriggeblieben sei nur eine Dichtung, die künstlerisch zweiten Ranges gewesen sei und die – folgt man den Darlegungen der Literaturgeschichten – nur deshalb in Anspruch genommen wurde, um die entstandenen Lücken zu füllen.
Ketelsen thematisiert den Einwand einiger Literaturwissenschaftler, über nationalsozialistische Literatur zu schreiben bedeute auch den wenig wünschenswerten Aspekt, „literarische Traditionen zu stiften, Erinnerungen wach, Texte und Autoren im Gedächtnis der Nachwelt lebendig zu halten.“[4]M. E. steht dagegen die Gefahr, daß gerade ein Verschweigen dieser Art Literatur eine Mystifizierung derselben vorantreiben kann.
Und ist die Literatur, die im nationalsozialistischen Deutschland geschrieben und rezipiert wurde, trotz aller künstlerischen Mängel, nicht auch Ausdruck der Zeit und hat sie nicht prägend gewirkt auf die Menschen, die sie lasen? Woher kam die aktive Bereitschaft so vieler, den Nationalsozialismus und seine Verbrechen zu tolerieren und zu unterstützen? Außer den äußeren Zwängen, den Terrormaßnahmen, die Gehorsam und Anpassung garantieren sollten, existierte ein freiwilliges Entgegenkommen, eine Loyalität diesem System gegenüber bis zum Zusammenbruch. „Der Erfolg der nationalsozialistischen Machtergreifung ist als Ergebnis bloßer äußerer Machtpolitik nicht zu erklären; ein Verständnis der inneren Verursachung wird stets aufs neue die geistigen Vorraussetzungen ins Licht rücken müssen.“[5]
Walter Benjamin hat 1935 festgestellt, daß der Faschismus nicht auf eine Politisierung der Kunst, sondern auf eine Ästhetisierung der Politik hinauslaufe, die erfolgreiche Massenmanipulation des Faschismus sich also auch einer „Ästhetisierung des politischen Lebens“ verdankt habe. Der Faschismus ästhetisiere die Politik, indem er die Mittel der Kunst zur Ritualisierung seiner Macht einsetze. Dies sei der Ausdruck einer Selbstentfremdung der Menscheit, die sie „ihre eigene Vernichtung als ästhetischen Genuß ersten Ranges erleben läßt.“[6]Der Faschismus nehme der Kunst die Möglichkeit emanzipierend auf das Bewußtsein einzuwirken und lasse alle Bemühungen um die Ästhetisierung der Politik im Krieg gipfeln. Der Krieg sei es dann, der es ermögliche, daß „Massenbewegungen größten Maßstabs unter Wahrung der überkommenen Eigentumsverhältnisse ein Ziel“[7]erhielten.
Auch wenn sich die Bedeutung der Literatur für die Herstellung einer Massenbasis des Faschismus neben der von Zeitungen, Illustrierten, Rundfunk, Film, Schulungen, Massenveranstaltungen und den geschickten Propagandareden vergleichsweise gering ausnimmt, so war sie doch ein nicht unwichtiges Propagandainstrument für die Durchsetzung der nationalsozialistischen Ideologie[8]. Die Literatur des Nationalsozialismus erfüllte, auch dort wo sie sich unpolitisch gab, eine konkrete politische Funktion im herrschaftsstabilisierenden Sinne. Deshalb kann diese Literatur auch nicht allein nach literaturwissenschaftlichen und literaturästhetischen Gesichtspunkten, untersucht und beurteilt werden. Bei einer Untersuchung nationalsozialistischer Literatur sollte es auch darum gehen, festzustellen, wie Literatur im Dienste dieses Systems Wirklichkeit und Bewußtsein verändern kann und verändert hat. „Es gilt auch, die Kultur und ihr ideologisches Material zu erfassen, die den Alltag eines Deutschen der NS-Zeit prägten: das dem Nationalsozialismus eigene ideologische Material, also Bücher, Filme, Formen sozialer Kommunikation, Erziehung, Propaganda etc., daß sie ein Regime aktiv unterstützten, das ihre eigenen Interessen überhaupt nicht vertrat.“[9]
Die folgende Untersuchung wird sich der Propagandafunktion von Literatur im Dritten Reich widmen. Sie stellt sich die Aufgabe, einen wichtigen Aspekt der Epoche, nämlich die Funktion der propagandistischen Märtyrerstilisierung im Medium der Literatur, konkretisiert an den Figuren von Horst Wessel und Albert Leo Schlageter, und deren literarische Transfiguration von Hanns Heinz Ewers und Hanns Johst, im Zusammenhang mit der politischen Situation der Zwischenkriegszeit, also der Jahre 1918 bis 1939 zu beleuchten.
Beschäftigt man sich mit einfluß- bzw. erfolgreicher NS-Literatur, so fällt bald auf, daß diese größtenteils vor 1933 geschrieben worden ist. Eine Aufgabe dieser Arbeit wird folglich eine Untersuchung der Ursprünge der offiziellen, vom Nationalsozialismus geförderten Literatur sein. Wann und von wem ist sie geschrieben worden, und was waren ihre Themenkreise und Inhalte? Die Entwicklung nationalsozialistischer Literatur vor und während der Herrschaft des Nationalsozialismus soll Thema des folgenden, zweiten Kapitels werden.
Der Kult um die toten ‘Helden’ spielte eine bedeutende Rolle in der Politik des Dritten Reiches. Der Frage, wie und warum dieser Kult aufgebaut und entwickelt wurde und, welche Ausprägungen er annahm, wird sich das dritte Kapitel zuwenden.
Im vierten Kapitel soll der Kult um die ‘Märtyrer’ in der Literatur Thema und Gegenstand der Untersuchung sein, um dann im fünften und sechsten Kapitel an zwei Werken der nationalsozialistischen Literatur analysiert zu werden. Dies soll an zwei exemplarischen Werken der Märtyrerstilisierung geschehen, nämlich am Drama von Hanns Johst über Albert Leo Schlageter und am Roman von Hanns Heinz Ewers über Horst Wessel.
1.1. Forschungsstand.
Ungeachtet der Tatsache, daß es die Germanistik war, die dem Einfluß nationalsozialistischer Ideologie besonders verhaftet war und sich in hohem Maße freiwillig in den Dienst des Nationalsozialismus gestellt hatte,[10] sich gar mit größerem Eifer als alle anderen universitären Fachrichtungen dem Nationalsozialismus verschrieben hatte[11], ist die Beschäftigung mit dem Thema heute, gegenüber anderen wissenschaftichen Disziplinen, stark im Rückstand. Innerhalb der Forschung ist Literatur zum Thema rar. Erst zu Beginn der sechziger Jahre setzte eine zögerliche Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Literatur ein. Die erste Untersuchung erschien 1961 und war aufgrund von Ungenauigkeiten sofort heftig umstritten. Es handelt sich um Franz Schonauers Deutsche Literatur im Dritten Reich. Versuch einer Darstellung in polemisch-didaktischer Absicht.[12] Ihm folgte eine Darstellung der Literaturpolitik von Dietrich Strothmann Nationalsozialistische Literaturpolitik. Ein Beitrag zur Publizistik im Dritten Reich.[13] Darauf folgten zwei Dokumentationen, nämlich 1962 Joseph Wulfs Literatur und Dichtung im Dritten Reich[14]und 1966 von Ernst Loewy Literatur unterm Hakenkreuz. Das Dritte Reich und seine Dichtung.[15] Wulf präsentierte Dokumente und Quellenmaterial zu den Gleichschaltungsmechanismen im Nationalsozialismus. Loewy legte erstmals eine Sammlung dichterischer Texte des Nationalsozialismus vor, die er bestimmten Themenkomplexen zuordnete und kommentierte.
1974 und 1976 erschienen die Aufsatzsammlungen Die Literatur in der Weimarer Republik,[16] herausgegeben von Wolfgang Rothe und Die deutsche Literatur im Dritten Reich von Horst Denkler und Karl Prümm.[17].
Ebenfalls von 1976 ist die Arbeit von Uwe-K. Ketelsen Völkisch- nationale und nationalsozialistische Literatur in Deutschland 1890-1945..[18]
Über die ideologischen Quellen der nationalsozialistischen Literatur erschien 1962 eine ausführliche Darstellung von Kurt Sontheimer unter dem Titel Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik.[19]
Der erste Versuch, eine umfangreiche und systematische Sammlung der für den Nationalsozialismus wichtigen Literatur zu bieten, erschien erst 1993 in dem von Jürgen Hillesheim und Elisabeth Michael erarbeiteten Lexikon nationalsozialistischer Dichter. Biographien – Analysen – Bibliographien.[20] In dieser höchst interessanten Zusammenstellung wählten die HerausgeberInnen fünfzig repräsentative Autorinnen und Autoren aus, skizzierten deren Biographie und fokussierten jeweils ein wichtiges Werk kommentierend und interpretierend.
Noch dürftiger ist die Quellenlage in dem hier ins Auge gefaßten ‘Teilbereich’ der nationalsozialistischen Literatur, nämlich zum Thema Märtyrerstilisierung in der Literatur des Nationalsozialismus. Verständlicherweise widmet auch nicht jede Aufsatzsammlung diesem Thema einen Beitrag. Obwohl die zentrale Bedeutung des heroisierenden Totenkultes im Dritten Reich längst erkannt worden ist, existieren nur wenige Abhandlungen zu diesem Topos. 1990 erschien die Arbeit von Jay W. Baird To die for Germany. Heroes in the Nazi Pantheon,[21] die nicht ins Deutsche übersetzt worden ist. Baird nimmt eine systematische Untersuchung der wichtigsten nationalsozialistischen Heldenmythen vor, beginnend bei den ‘Märtyrern’ von Langemarck, denen des Putschversuches am 9. November 1923, geht dann weiter zu den ‘Protomärtyrern’ Albert Leo Schlageter, Horst Wessel und Herbert Norkus und verweist am Ende auf die wichtigsten Mythenproduzenten in Film, Musik und Literatur. Leider verwendet Baird zur Rekonstruktion der Biographien der Personen zweifelhafte Quellen und läßt eine historisch-kritische Distanz vermissen, ein Umstand, der allerdings in der Forschungsliteratur erschreckend häufig zu vermerken ist.
1991 erschien die Analyse zum Thema Märtyrerstilisierung im nationalsozialistischen Film von Martin Loiperdinger in Märtyrerlegenden im NS-Film,[22] die sich, auch wenn sie sich mit dem Medium des Films auseinandersetzt, nichtsdestotrotz viele aufschlußreiche Aspekte der Märtyrerbildung in der Kunst aufzeigt.
Eine Untersuchung über die Erschaffung eines Märtyrers[23] am Beispiel der literarischen Bearbeitungen der Figur Albert Leo Schlageters wurde 1994 von Elisabeth Hillesheim vorgenommen.
Im Jahr 1997 erschien die Doktorarbeit von Sabine Behrenbeck Der Kult um die toten Helden. Nationalsozialistische Mythen, Riten und Symbole 1923 bis 1945.[24] In diesem voluminösen Werk beschreibt die Autorin das enorme Ausmaß der Heldenverehrung und widmet dabei auch einen Teil der literarischen Umsetzung..
Dennoch ist bis heute der beträchtliche Rückstand gegenüber anderen Disziplinen, die sich dem Nationalsozialismus widmen, in der Germanistik nicht aufgeholt, und immer noch gilt, was Denkler und Prümm 1976 feststellten: „Weite Bereiche des großen Komplexes der pränationalsozialistischen, der nationalsozialistischen und der post- oder neonationalsozialistischen Literatur sind noch unerschlossen, wichtige Autoren und Genres nicht behandelt, soziale und historische Grundbedingungen, Wirkungszusammenhänge und Rezeptionsprozesse nicht beschrieben(...).“[25] Diesen Rückstand aufzuholen sollte und gerade heute noch ein Bestreben der Germanistik sein, denn „die antidemokratischen Denkmodelle und Begriffsklischees jener Tage wirken weiter fort bis in unsere Gegenwart. Die Ideologien der Rechtsradikalen in der Bundesrepublik Deutschland sind nichts als der Abklatsch antidemokratischer Ideen der Weimarer Zeit und der nationalsozialistischen Ära.“[26]
Bibliographie
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Bade, Wilfried: Die S.A. erobert Berlin. Ein Tatsachenbericht mit 15 Abblidungen. Verlag Knorr & Hirth: Berlin 1934.
Baird, Jay W.: To Die for Germany. Heroes in the Nazi Pantheon. Indiana University Press: Bloomington / Indianapolis 1990.
Behrenbeck, Sabine: Heldenkult und Opfermythos. Mechanismen der Kriegsbegeisterung 1918-1945, in: Linden 1991 a.a.O.
Behrenbeck, Sabine: Der Kult um die toten Helden. Nationalsozialistische Mythen, Riten und Symbole 1923 bis 1945. SH-Verlag: Vierow bei Greifswald 1996.
Benjamin, Walter: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, in: ders.: Illuminationen. Suhrkamp: Frankfurt/M. (1955) 1977.
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Geissler, Rolf: Dekadenz und Heroismus. Zeitroman und völkisch-nationalsozialistische Literaturkritik. Deutsche Verlagsanstalt: Stuttgart 1964.
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Goebbels, Joseph: Signale der neuen Zeit. 25 ausgewählte Reden. Zentralverlag der NSDAP Franz Eher Nachf.: München 1934.
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Hillesheim, Jürgen / Michael Elisabeth: Lexikon nationalsozialistischer Dichter. Biographien, Analysen, Bibliographien. Königshausen und Neumann: Würzburg 1993.
Hitler, Adolf: Mein Kampf. Zwei Bände in einem Band. Erster Band: Eine Abrechnung; Zweiter Band: Die nationalsozialitsiche Bewegung. Verlag Franz Eher Nachf.: München (1925) 1934102-106.
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Johst, Hanns: Meine Erde heißt Deutschland. Aus dem Leben und Schaffen des Dichters. Mit einem Vorwort von Walter Horn. Büchergilde Gutenberg: Berlin 1938.
Johst, Hanns: Schlageter. Schauspiel. Albert Langen / Georg Müller Verlag: München (1933) 1939.
Johst, Hanns: Wissen und Gewissen. Otto Schlingloff Verlag: Essen 1924.
Jung, Edgar: Deutschland und die Konservative Revolution, in: Deutsche über Deutschland. Die Stimme des unbekannten Politikers. A. Langen / G. Müller: München 1932.
Jung, Edgar: Die Herrschaft der Minderwertigen. Ihr Zerfall und ihre Ablösung. Verlag Deutsche Rundschau: Berlin 1927.
Jünger, Ernst: Der Kampf als inneres Erlebnis. Verlag von E.S.Mittler & Sohn: Berlin (1926) 19429.
Ketelsen, Uwe-Karsten: Literatur und Drittes Reich. SH-Verlag: Vierow bei Greifswald (1992) 19942.
Ketelsen, Uwe-Karsten: Völkisch-nationale und national- sozialistische Literaturtheorie in Deutschland 1890-1945. Metzler: Stuttgart 1976.
Ketelsen, Uwe-Karsten: Vom heroischen Sein und völkischen Tod. Zur Dramatik des Dritten Reiches. H.Bouvier und Co. Verlag: Bonn 1970.
Klemperer, Viktor: LTI. Notizbuch eines Philologen. Philipp Reclam: Leipzig (1975) 1990.
Krüger-Welf, Hans: Hanns Heinz Ewers. Geschichte seiner Entwicklung. Mit elf Bildnissen und einer Handschriftprobe. Rainer Wunderlich: Leipzig-Marienhöhe 1922.
Kugel, Wilfried: Der Unverantwortliche. Das Leben des Hanns Heinz Ewers. Grupello: Düsseldorf 1992.
Linden, Marcel van der / Mergner, Gottfied (Hrsg.): Kriegsbegeisterung und mentale Kriegsvorbereitung. Duncker & Humblot: Berlin 1991.
Loewy, Ernst: Literatur unterm Hakenkreuz. Athenäum: Frankfurt/M. (1966) 1990.
Loiperdinger, Martin (Hrsg.): Märtyrerlegenden im NS-Film. Leske+ Budrich: Opladen 1991.
Mallebrein, Wofram: Albert Leo Schlageter. Ein deutscher Freiheitskämpfer. K.W.Schütz: Preussisch Oldendorf 1990(!).
Mann, Thomas: Leiden an Deutschland, in: Gesammelte Werke, Bd. XII Reden und Aufsätze 4. Fischer: Frankfurt/M. (1960) 1990.
Moeller van den Bruck, Arthur: Das dritte Reich. Ring-Verlag: Berlin 19262.
Müller, Hans-Harald: Der Krieg und die Schriftsteller. Der Kriegsroman der Weimarer Republik. Metzler: Stuttgart 1986.
Oertel, Thomas: Horst Wessel. Untersuchung einer Legende. Böhlau: Köln 1988.
Petzold, Joachim: Wegbereiter des deutschen Faschismus. Die Jungkonservativen in der Weimarer Republik. Pahl-Rugenstein: Köln 1978.
Pfanner, Helmut F.: Hanns Johst: Vom Expressionismus zum Nationalsozialismus. Mouton: The Hague; Paris 1970.
Prümm, Karl: Das Erbe der Front. Der antidemokratische Kriegsroman der Weimarer Republik und seine nationalsozialistische Fortsetzung, in: Denkler / Prümm 1976. a.a.O.
Prümm, Karl: Die Literatur des Soldatischen Nationalismus der 20er Jahre (1918-1933). Gruppenideologie und Epochenproblematik Band 1+2. Scriptor: Kronberg / Ts. 1974.
Rehbein, Arthur: Für Deutschland in den Tod. Leben und Sterben Albert Leo Schlageters. Herausgegeben in Verbindung mit dem Ausschuß für die Errichtung eines Schlageterdenkmals. Otto-Stollberg Verlag: Berlin 1928.
Reitmann, Erwin: Horst Wessel. Leben und Sterben. Steuben: Berlin 1933.
Reuth, Ralf Georg: Goebbels. R.Piper: München 1990.
Rosenberg, Alfred: Der Mythus des 20.Jahrhunderts. Eine Wertung der seelisch-geistigen Gestaltenkämpfe unserer Zeit. Hoheneichen-Verlag: München (1930) 193567-70.
Rothe, Wolfgang (Hrsg.): Die deutsche Literatur in der Weimarer Republik. Ph. Reclam jun.: Stuttgart 1974.
Salomon, Ernst von (Hrsg.): Das Buch vom deutschen Freikorpskämpfer. Herausgegeben im Auftrage der Freikorpszeitschrift ‘Der Reiter gen Osten’. Wilhelm Limpert Verlag: Berlin 1938.
Schauwecker, Franz: Aufbruch der Nation. Frundsberg: Berlin 1930.
Schauwecker, Franz: Deutsche Literatur im Dritten Reich. Versuch einer Darstellung in polemisch – didaktischer Absicht. Walter: Olten + Freiburg im Breisgau 1961.
Seidel, Eugen / Seidel-Slotty, Ingeborg: Sprachwandel im Dritten Reich. Eine kritische Untersuchung faschistischer Einflüsse. VEB Verlag Sprache und Literatur: Halle/ Saale 1961.
Sontheimer, Kurt: Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik. Die politischen Ideen des deutschen Nationalismus zwischen 1918 und 1933. dtv: München (1922) 19923.
Stollmann, Rainer: Faschistische Politik als Gesamtkunstwerk, in: Denkler / Prümm 1976 a.a.O.
Strothmann, Dietrich: Nationalsozialistische Literaturpolitik. Ein Beitrag zur Publizistik im Dritten Reich. Bouvier: Bonn (1961) 1985.
Sturm 33: Hans Maikowski. Geschrieben von Kameraden des toten. Verlag Deutsche Kultur-Wacht: Berlin (1933) 19346.
Thöne, Albrecht W.: Das Licht der Arier. Licht-, Feuer- und Dunkelsymbolik des Nationalsozialismus. Minerva: München 1979.
Vondung, Klaus: Der literarische Nationalsozialismus. Ideologische, politische und sozialhistorische Wirkungszusammenhänge, in: Denkler / Prümm 1976. a.a.O.
Vondung, Klaus: Völkisch-nationale und national-sozialistische Literaturtheorie. List: München 1973.
Wessel, Ingeborg: Mein Bruder Horst. Ein Vermächtnis. Zentralverlag der NSDAP Franz Eher: München (1933) 19375.
Wulf, Joseph: Literatur und Dichtung im Dritten Reich. Eine Dokumentation. Ullstein-Zeitgeschichte: Frankfurt/M., Berlin, Wien (1962) 1983.
Wulf, Joseph: Theater und Film im Dritten Reich. Eine Dokumentation. Sigbert Mohn Verlag: Gütersloh 1964.
Ziesel, Kurt (Hrsg.): Krieg und Dichtung. Soldaten werden Dichter – Dichter werden Soldaten. Ein Volksbuch. Adolf Lufer Verlag: Wien / Leipzig 1940.
Zmegac, Viktor (Hrsg.): Geschichte der deutschen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Band III 1918-1980. Athenäum: Königsstein /Ts. 1984.



[1] Mann (1960) 1990 748.


[2] Eine der wenigen Ausnahmen bildet die 1984 von Viktor Zmegac herausgegebene Geschichte der deutschen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, die sich diesem Kapitel deutscher Literatur ausführlich widmet.


[3] Brecht (1967) 1990a, 322.


[4] Ketelsen (1992) 19942, 46.


[5] Bracher/ Sauer/ Schulz 1960, 27.


[6] Benjamin (1955) 1977, 169.


[7] Benjamin (1955) 1977, 168.


[8] siehe dazu allgemein einleitend: Brenner 1963.


[9] von der Decken1988, 18.


[10] Vgl. Gilman 1971, IX-XII. Gilman beschreibt die freiwillige Kooperation gerade der GermanistInnen. Leider zieht er in seiner Untersuchung immer wieder die unpassende Parallele zwischen der freiwilligen Mitarbeit der Literaturwissenschaftler im Nationalsozialismus und in der DDR oder in der Sowjetunion.


[11] Vgl. Vondung 1973, 105.


[12] Schonauer 1961.


[13] Strothmann (1961) 1985.


[14] Wulf (1962) 1983.


[15] Loewy (1966) 1990.


[16] Rothe (Hrsg.) 1974.


[17] Denkler / Prümm (Hrsg.) 1976.


[18] Ketelsen 1976.


[19] Sontheimer (1962) 19923.


[20] Hillesheim / Michael 1993.


[21] Baird 1990.


[22] Loiperdinger 1991.


[23] Hillesheim 1994.


[24] Behrenbeck 1997.


[25] Denkler / Prümm 1976, 7. Als Ausnahme soll hier noch einmal die Gesamtdarstellung von Hillesheim / Michael erwähnt werden, die 1997 Jahr erschien.


[26] Sontheimer (1962) 1992 3,12.