Gallo, Christina: "Gerade wenn es mit den Gespenstern aus ist, geht das rechte Zeitalter für ihre Geschichte an" : Untersuchungen zum Gespensterbuch (1810-1812) von Friedrich Laun und August Apel / Christina Gallo
Taunusstein : Driesen, 2. Aufl. 2009 (Driesen Sprach- und Literaturwissenschaften). - 274 S., 19 cm. Zugl.: Hamburg, Universität, Dissertation, 2006. ISBN 978-3-86866-059-3, Softcover, 33,00 Euro. Gespenster hatten zu allen Zeiten Konjunktur, obwohl die Aufklärung die Verdrängung des Irrationalen aus der Vorstellungswelt der Zeitgenossen vorantrieb. Um so erstaunlicher ist es, dass die deutsche Gespenstergeschichte bislang kaum erforscht wurde. Durch ihre Zuordnung zur Kategorie der "Trivialliteratur" gerieten gerade die Werke populärer Autoren nur selten in den Blickpunkt wissenschaftlichen Interesses. Christina Gallo behandelt in einer ersten monographischen Abhandlung zum Thema das gesamte Textkorpus des "Gespensterbuches" von August Apel und Friedrich Laun und dokumentiert, wie eng in dem vierbändigen Kompendium zeitgenössischer Wissenschaftsdiskurs, literarische Vorbilder und Elemente des Volksglaubens miteinander verflochten sind. Die Autorin weist nach, dass es zu Beginn des 19. Jahrhunderts keineswegs "mit den Gespenstern aus ist", doch liegt deren verunsicherndes Potential jetzt auf einer ganz anderen Ebene als zuvor. Nunmehr erscheinen sie im Kontext einer kritischen Überprüfung tradierter Weltbilder, Wertvorstellungen und Wahrnehmungsperspektiven. Die Autorin: Studium der Germanistik, Geschichte und Pädagogik an der Universität Hamburg und der University of Aberdeen. Christina Gallo arbeitet in Hamburg als Verlagsredakteurin.
Vorwort Die vorliegende Untersuchung wurde im Frühjahr 2006 vom Department Sprache, Literatur und Medien der Universität Hamburg als Dissertation angenommen. Herrn Prof. Dr. Joachim Schöberl, der die Arbeit mit großem Interesse gefördert hat, danke ich ganz herzlich für viele konstruktive Gespräche und wertvolle Anregungen. Besonderer Dank gebührt außerdem Herrn Gerhard Melchert vom Martin Kelter Verlag, der mir durch die zeitlich flexible Gestaltung meiner Mitarbeit die zügige Fertigstellung des Manuskriptes ermöglichte. Hamburg, im Juni 2006. Christina Gallo Aus dem Inhalt Vorwort Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 2 Zu Biographie und Forschung 2.1 Johann August Apel 2.2 Friedrich Laun 2.3 Der Erfolgsschriftsteller Laun im Urteil der zeitgenössischen Kritik 2.4 Zum Forschungsstand 3 Das "Gespensterbuch" - Historischer Hintergrund 4 Analytischer Teil 4.1 Zeiten des Zweifels - Der Mensch zwischen Ratio und Phantasie 4.1.1 Das Geisterschloß 4.1.2 Die schwarze Kammer. Anekdote 4.1.3 Der Gespensterleugner 4.2 Profane Lebensentwürfe - Hybris und ihre Folgen 4.2.1 König Pfau. Nach dem Französischen 4.2.2 Das Ideal 4.2.3 Zauberliebe. Einige Scenen. 4.2.4 Die Bräutigamsvorschau. Volkssage 4.2.5 Hildur´s Zauberlied. Nordische Sage 4.2.6 Asvit und Asmund. Nordische Sage 4.2.7 Der Todtenkopf 4.2.8 Die Vorbedeutungen 4.3 Schuld und Sühne - Das Gespenstische als moralisches Korrektiv 4.3.1 Der verhängnisvolle Abend 4.3.2 Das unterirdische Glück 4.3.3 Der Todtentanz 4.3.4 Der Rabe. Griechisches Märchen 4.3.5 Empusa-Lamia. Griechische Sage 4.3.6 Der Brautschmuck. Deutsches Volksmärchen 4.4 Grenzen der Erkenntnis - Das Schicksal als unberechenbare Größe 4.4.1 Die Todtenbraut 4.4.2 Alp 4.4.3 Klara Mongomery. Aus den Papieren des Chevaliers St. **ge 4.4.4 Der Freischütz. Eine Volkssage 4.4.5 Zwei Neujahrsnächte 4.5 Geistige Korrespondenz - In Kontakt mit dem Jenseits 4.5.1 Die Verwandtschaft mit der Geisterwelt 4.5.2 Die Braut im Sarge 4.5.3 Der Geisterruf 4.5.4 Der Geist des Verstorbenen 4.5.5 Das Todesvorzeichen 5 Ergebnisse 6 Auswahlbibliographie 6.1 Quellen 6.2 Sekundärliteratur
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